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Wachs oder Wirklichkeit
Von Christoph Marthaler, Anna Viebrock, Malte Ubenauf und Ensemble
"Christoph Marthaler inszeniert mit „Wachs oder Wirklichkeit“ eine Art Revival des legendären „Murx“-Abends aus den 1990er-Jahren. Die melancholischen Töne, die Schauspieler:innen und Musiker:innen zwischen Wachspuppen treffen, lassen wieder ein traurig-schönes Familienfest entstehen.
(...) Tora Augestad, die so besonders ist, weil sie in der Klassik wie in Folk und Jazz und Soul zu Hause ist. Sie ist wie Marthaler selbst ein Unikum; in Basel arbeiten sie regelmäßig zusammen." Die Deutsche Bühne, Michael Laages am 14. März 2025
Mit Hildegard Alex, Tora Augestad, Franz Beil, Magne Håvard Brekke, Olivia Grigolli, Altea Garrido, Jürg Kienberger, Rosa Lembeck, Clemens Sienknecht
Regie Christoph Marthaler
Musikalische Leitung Tora Augestad, Jürg Kienberger, Clemens Sienknecht
Bühne Anna Viebrock
Kostüme Dorothee Curio
Licht Frank Novak
Dramaturgie Malte Ubenauf, Sabine Zielke
Die Frage, was wirklich ist und was nicht, beschäftigt in diesen Tagen auch Christoph Marthaler. Bisher konnten er und die Seinen ja durchaus darauf bauen, dass das Nicht-Wirkliche nicht automatisch das perfekt Gefälschte ist, sondern (im interessantesten Fall) das Surreale. Doch die Zeiten sind mittlerweile hellblau und die lautesten Untertöne dumpf.
"Die gefreezte Sängerin erwacht zum Leben, wie ein Teil der bunt kostümierten Truppe, und Tora Augestad schlüpft tatsächlich in die Schlagerstar-Rolle, präsentiert sorgfältig ausgegrabenes Liedgut: "Nimm mich mit in die Wirklichkeit, irgendwas nimmt mir die Sicht. Nur durch einen Spalt seh ich dieses wunderbare Licht." Ein Lied aus den Neunzigern, das es tatsächlich gab. Wurde die Wirklichkeit je so schön besungen?" Die Nachtkritik, Von Simone Kaempf